Argumentationsstrategien

Strategien, um zu überzeugen
Du kennst die Fakten und weißt gute Argumente, um deine_deinen Gesprächspartner_in zu überzeugen. Doch was ist, wenn er ablenkt oder deine Argumente ignoriert? Wir haben einige Strategien zusammengestellt, welche die Wirksamkeit deiner Argumente erhöhen können. Wenn du beispielsweise Fakten mit einer persönlichen Geschichte oder Erfahrung greifbar machst oder sie mit Witz erzählst, packst du dein Gegenüber leichter.

  • Schaffe dir Verbündete

    Beteilige Kolleg_innen am Gespräch oder greife deren Argumente auf. Und seien sie noch so banal. Das schafft eine sichere Ebene für das weitere Gespräch. Wenn du dich unbeteiligten Kolleg_innen zuwendest, kannst du damit der_den Parolen-Schwinger_in ins Leere laufen lassen. Denn so entziehst du ihr_ihm die Aufmerksamkeit.
  • Argumentiere konkret

    Frage nach konkreten Zusammenhängen. Woher weißt du das? Was genau meinst du? Was stört dich persönlich daran? Dein Nachhaken verstrickt auch ein verbohrtes Gegenüber in Widersprüche und nimmt einer Diskussion das Tempo.
  • Lass es ruhig angehen

    Wenn du selbst mit einer ruhigen Stimme sprichst, erhältst du mehr Aufmerksamkeit. Ein Gegenüber wird in der Regel so offener für andere oder ungewohnte Gedanken, als wenn man mit Geschrei seine defensive Stimmung anheizt.
  • Bremse Stammtischparolen aus

    Dein Gegenüber jagt eine rassistische Parole nach der anderen durch den Raum. Hake ein. Such dir eine Bemerkung heraus. Verlange konsequent ihre Erklärung. Mit einer konkreten Auseinandersetzung kannst du dein Gegenüber in Erklärungsnotstand bringen.
  • Körperliche Überzeugung - Nein!

    Keine Handgreiflichkeiten. Aber eine gezielt eingesetzte Körpersprache hilft schon. Jede_jeder möchte in einer Diskussion ernst genommen werden. Mit gebeugter Haltung und versteckten Händen machst du dich klein. Mit verschränkten Armen signalisierst du Abwehr, mit geöffneter Haltung und festem Stand zugleich Offenheit und Selbstbewusstsein.
  • Ein Rückschritt ist manchmal ein Fortschritt

    Dir fehlen Hintergrundinformationen? Oder hast du einfach einen schlechten Tag? Wenn du dich selbst nicht sicher fühlst beim Argumentieren, warum verschiebst du die Diskussion nicht einfach auf später? Damit zeigst du auch, dass es sich für dich um eine ernst zu nehmende Angelegenheit handelt. Beim nächsten Aufeinandertreffen kannst du vielleicht schon mit guten Argumente übezeugen.
  • Kein Podium für Nazis

    Vorsicht bei geschulten Nazikadern. Sie springen zwischen verschiedenen Themen. Oder versuchen durch dominantes Redeverhalten die Oberhand zu behalten. In diesem Fall solltest du dich auf die Zuhörer_innen konzentrieren. Schieb die_den Nazi an den Rand deines Gesprächs.